Versorgungausgleich

Versorgungausgleich

  • Frau Gormanns:
    „Wie wird das finanzielle und das wirtschaftliche eigentlich geregelt bei einer Scheidung? Das fehlt ja noch, Herr Bungter!“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Die wirtschaftlichen Folgen einer Ehescheidung können ja im Rahmen eines Scheidungsverfahrens geklärt werden, z. Bsp. durch das Unterhaltsrecht, dass also ein Ehegatte Unterhalt beanspruchen kann, gleiches gilt natürlich für Kindesunterhalt.“
  • Frau Gormanns:
    „Ja, jetzt wird es eigentlich spannend, was geht denn noch da?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Weiter finanzielle Folgen wie der so genannte Zugewinnausgleich, also die Vermögensaufteilung unter den Ehegatten, aber auch der so genannte Versorgungsausgleich, also die Frage dessen, ob ein Ehegatte aufgrund seiner Berufstätigkeit während der Ehezeit Rentenanwartschaften erworben hat, die er mit dem Ehegatten teilen muss. Das sind alles Fragen, die in einem Trennungsverfahren entweder behandelt werden können, wie Unterhalt und Zugewinn oder aber sogar pflichtmäßig behandelt werden müssen wie beim Versorgungsausgleich.“
  • Frau Gormanns:
    „Der Versorgungsausgleich – das ist mein Stichwort – man hört das ja immer wieder, was ist denn das ganz genau, Herr Bungter?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Der Versorgungsausgleich ist die so genannte Klärung der Rentenanwartschaften der Ehegatten, d.h. meistens haben ja die Ehegatten während der Ehezeit gearbeitet, dementsprechend sind Rentenbeiträge an die Rentenkasse gezahlt worden und es ist im Gesetz geregelt, dass diese erworbenen Anrechte auszugleichen sind, d.h. jeder Ehegatte gibt die Hälfte seiner Rentenanwartschaften, die er in der Ehezeit erworben hat, an den anderen Ehegatten auf dessen Rentenkonto ab.“
  • Frau Gormanns:
    „Geteilt wird ja alles, was in der gemeinsamen Zeit der Ehe so angefallen ist.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Im Rahmen des Versorgungsausgleichs und der dort zu betrachtenden Rentenanwartschaften werden nicht nur die gesetzlichen Renten betrachtet, sondern auch die privat erworbenen Renten, wie z. Bsp. die Riester Rente oder eine private Altersrente bei einem Versicherer. All diese Anwartschaften sind im Rahmen einer Auskunft, die man dem Gericht erteilen muss, mitzuteilen und das Gericht schreibt dann die jeweiligen Versicherungsträger an, um eine Auskunft einzuholen.“
  • Frau Gormanns:
    „Die Ehepartner haben aber auch die Möglichkeit, oder die Noch-Ehepartner, sich außer vor dem Richter gemeinsam zu einigen und dann nach den gesetzlichen Vorgaben das auch zu tun.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Die Ehegatten können eine Vereinbarung über ihre Versorgungsausgleichsansprüche abschließen, das können sie nur im Rahmen einer notariellen Urkunde machen und sie können darin letztlich frei vereinbaren, wie sie mit ihren Versorgungsanwartschaften wechselseitig umgehen möchten.“
  • Frau Gormanns:
    „Ob jetzt Einigung vorher oder nicht, es kommt auf jeden Fall, wenn man die Ehe richtig scheiden und trennen möchte, zum Scheidungsantrag. Wie sieht denn so ein Scheidungsantrag aus?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Der Scheidungsantrag ist letztlich ein Schriftstück, das von einem Rechtsanwalt unterschrieben sein muss, denn ein Scheidungsantrag darf nur für einen Ehegatten durch einen Rechtsanwalt gestellt werden, auch da ist noch einmal so eine kleine Hürde eingebaut, dass man nicht sich spontan und unter Einfluss einer Laune zur Ehescheidung schreitet, sondern dass letztlich auch da gewährleistet ist, dass geklärt wird, wie die ehelichen Verhältnisse sind und ob der Scheidungswunsch letztlich auch nachhaltig ist.“
  • Frau Gormanns:
    „Und was steht da jetzt genau drin in einem solchen Scheidungsantrag?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Im Rahmen der Antragsschrift muss der Rechtsanwalt dann diverse Dinge angeben, z. Bsp. die Namen und Geburtsdaten aber auch die Staatsangehörigkeit der jeweiligen Ehegatten. Er hat mitzuteilen, ob Kinder aus der Ehe hervorgegangen sind, bei wem die Kinder leben, wann die Kinder geboren worden sind, damit das Gericht überprüfen kann, ob es Dinge zur elterlichen Sorge regeln muss.“
  • Frau Gormanns:
    „Ja und dann geht es ab vor Gericht, dann wird die Ehe geschieden. Das kann relativ schnell und zügig gehen oder aber auch länger dauern, z. Bsp. wenn die Ehegatten vorher keine Einigkeit erzielt haben über die Vermögensteile über den Versorgungsausgleich und vieles, vieles mehr. Dann muss nämlich in einem so genannten Verbundverfahren das Gericht alles klären – und das ist gleich mein Thema nach der besten Musik im besten Mix.“

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