Unfallflucht: Allgemeines

Unfallflucht: Allgemeines

  • Frau Gormanns:
    “Ein Fall für den Anwalt. Unfall- und Fahrerflucht im Straßenverkehr, das ist klar definiert vom Gesetzgeber. Wie genau, hören wir sofort. Unser Experte heute Abend zu diesem Thema ist Michael Rost, er ist Fachanwalt für Strafrecht von den KORN VITUS Rechtsanwälten in Mönchengladbach. Erst einmal einen schönen guten Abend, Herr Rost.”
  • Rechtsanwalt Rost:
    “Guten Abend, Frau Gormanns.”
  • Frau Gormanns:
    “Was genau versteht denn nun der Gesetzgeber unter einer Fahrerflucht?”
  • Rechtsanwalt Rost:
    “Also der Gesetzgeber spricht nicht von Fahrerflucht oder Unfallflucht, sondern spricht von einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort.”
  • Frau Gormanns:
    “Das klingt für mich einen Ticken genauer.”
  • Rechtsanwalt Rost:
    “Das ist verboten, das ist strafbar. Wir sind also hier nicht im Ordnungswidrigkeitenrecht, wo man das mit einer Geldbuße dann erledigt hat, sondern hier geht es wirklich um Strafrecht.”
  • Frau Gormanns:
    “Deshalb sind ja Sie als Fachanwalt für Strafrecht auch heute Abend unser Experte. Die Statistik bei diesen Delikten, um die es heute geht, also kleinere Delikte mit Blechschaden, man rempelt jemanden auf dem Aldi-, Real- oder Netto-Parkplatz an, also ein Fahrzeug, und macht eine Schramme dran, eine Beule. Aber die Statistik bei diesen Delikten, die allein die spricht ja schon für sich oder?”
  • Rechtsanwalt Rost:
    “Es gibt also ungefähr 2.400.000 Verkehrsunfälle in Deutschland im Jahr und immerhin 520.000 Beteiligte machen sich aus dem Staub.”
  • Frau Gormanns:
    “Also beteiligt an einem Unfall können ja ganz schön viele Menschen sein.”
  • Rechtsanwalt Rost:
    “Beteiligt ist nicht unbedingt derjenige der jetzt in der Position des Verursachers ist, sondern beteiligt kann auch jemand sein, der in gar keinem Auto sitzt.”
  • Frau Gormanns:
    “Da brauche ich ein Beispiel für. Beispielsweise wer kann das sein?”
  • Rechtsanwalt Rost:
    “Beispielsweise ein Fußgänger geht an einer unübersichtlichen Stelle über die Straße, unvorsichtig, schaut nicht. Er schafft es bis zur anderen Seite, aber ein Fahrzeug muss so scharf bremsen, dass ihm ein anderes Fahrzeug hinten drauf fährt. Auch dieser Fußgänger ist unfallbeteiligt und muss am Unfallort bleiben.”
  • Frau Gormanns:
    “Wenn der jetzt einfach wegrennt ist das also auch gnadenlos Unfallflucht. Den treffen dann unter Umständen die gleichen Konsequenzen wie ein Fahrzeugführer. Jeder Unfallbeteiligte muss erst mal am Unfallort verbleiben. Die Konsequenzen dieser Straftat Unfallflucht, die hören wir uns gleich hier mal an, die sind nämlich gar nicht so unerheblich. Im Gegenteil, die sind ganz schön heftig.”

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