Strafen & Verhalten am Unfallort

Strafen & Verhalten am Unfallort

  • Frau Gormanns:
    „Radio 90,1 mit „ein Fall für den Anwalt“ am ersten Montag im Monat und im Studio ist heute Rechtsanwalt Hermann-Martin Klein. Rechtsanwalt aus der Kanzlei RA Schleicher Maubach & Partner hier in Mönchengladbach. Ihr Schwerpunkt ist ja das Verkehrsstrafrecht und das Strafrecht generell – bei alle Unfällen mit Personenschaden, da springt ja die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers ein. Dann brauche ich mir doch eigentlich, Rechtsanwalt Klein, überhaupt keine Sorgen zu machen!“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Ganz genau, ich bin im Fahrlässigkeitsbereich, das ist durch meine Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt. Nicht so die Strafe, die mich ggf. erwartet. Dafür kommt keine Versicherung auf!“
  • Frau Gormanns:
    „Das finde ich jetzt spannend, weil welche Strafe erwartet mich denn bei unseren Beispielen von eben – jemandem hinten drauf fahren an der Ampel z. Bsp.?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Bei Ersttätern kommt allenfalls eine Geldstrafe in Betracht, meistens ist es allerdings so, dass ein pfiffiger Anwalt einem Ersttäter eine Bestrafung ersparen kann, und am Ende kommt eine Einstellung des Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße – in der Regel bei Ersttätern so zwischen 300,00 und 600,00 € in Betracht.“
  • Frau Gormanns:
    „Also macht es Sinn, sich einen Anwalt zu holen?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Das hat dann den charmanten Vorteil, dass man weder vorbestraft ist, noch eine Eintragung im Verkehrszentralregister erfolgt. Wenn das Verfahren eingestellt wird, ist mit Zahlung der Geldbuße, die einem auferlegt wird, die Sache wirklich erledigt.“
  • Frau Gormanns:
    „Die Geldbuße ist dann der Ausgleich des Verfolgungswunsches der Staatsanwaltschaft in unserem Beispiel von eben und natürlich etwas anderes als das Bußgeld. Noch einmal das Bußgeld gibt es bei Ordnungswidrigkeiten also salopp gesagt, bei kleineren Delikten im Straßenverkehr – bis ca. 40,00 € sind dann zu zahlen. Die Geldbuße dagegen ist kein Pappenstiel!“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Ja natürlich und da kann man einfach nur sagen – muss ich im Straßenverkehr vorsichtiger sein. Mein Ziel ist heute eben wirklich, die Hörer zu sensibilisieren, was mir alles an Strafe im Straßenverkehr drohen kann, wenn ich mich nicht ordnungsgemäß verhalte.“
  • Frau Gormanns:
    „Dabei geht es nie, das haben wir ja eben schon geklärt, um absichtliches Verhalten, sondern, wie unser Ampelumfall es gezeigt hat, um kleine Unaufmerksamkeiten, die dann doch empfindlich bestraft werden können bis sogar hin, dass man vorbestraft ist.“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Vorbestraft in dem Sinne, dass es im Führungszeugnis auftaucht, ist man erst bei einer Strafe, die mehr als 90 Tagessätze, ersatzweise drei Monate Haft beinhaltet. Erst wenn es darüber hinausgeht, bin ich vorbestraft.“
  • Frau Gormanns:
    „Also das ist schon harter Tobak, das beruhigt mich jetzt erst einmal, was Sie da eben gesagt haben. Da müsste man im Straßenverkehr schon einen riesen Rums setzen, oder?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Ja, oder zum wiederholten Male auffallen. Wenn ich immer wieder wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht erscheine, sagen die irgendwann – der lernt nichts dazu – und dann geht es irgendwann über die drei Monate hinaus.“
  • Frau Gormanns:
    „Sie haben im Zusammenhang mit dem Verhalten bei einem Unfall im Straßenverkehr einen absolut notwendigen und auch wirklichen Tipp, den man beherzigen sollte, welcher ist das, Rechtsanwalt Klein?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Das ist völlig richtig, das ist unsere Empfehlung an jeden unserer Mandanten – wenn schon etwas passiert ist und die Polizei kommt zum Unfallort, dann bin ich nur verpflichtet, mich auszuweisen, meinen Führerschein vorzulegen und die Fahrzeugpapiere herauszugeben. Zum Unfallgeschehen brauche ich nicht eine einzige Silbe zu sagen und wir empfehlen das dringend!“
  • Frau Gormanns:
    „Also egal, was das auch für ein Unfall ist – warum ist das so wichtig?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Erstens steht man nach einem Unfall selber unter Schock und erzählt die Sache ganz anders, als sie sich tatsächlich ereignet hat. Zum anderen hat natürlich jeder Betroffene die Neigung, eine Entschuldigung für sein Verhalten zu erklären, genau damit redet man sich oft tiefer in die Sache rein, als dass es einem hilft.“
  • Frau Gormanns:
    „Wir stellen gleich mit einem gängigen Beispiel noch einmal heraus, warum genau dieses Verhalten am Unfallort so extrem wichtig ist – gleich hier bei Radio 90,1 am Montag!“

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