Neuer Name & Eltern haften nicht

Interview

  • Frau Gormanns:
    „Irrtümer, kuriose ungewöhnliche Ideen was rechtens ist, darum geht es heute bei uns.
    Markus Bungter Fachanwalt für Familienrecht von den Vitus Rechtsanwälten, früher hießen die übrigens Rechtsanwälte Schleicher, Maubach und Partner.Erst einmal schönen guten Abend.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Guten Abend Frau Gormanns.“
  • Frau Gormanns:
    „Ja und jetzt fangen wir erstmal damit an, bevor wir ins Thema gehen, warum haben Sie denn eigentlich den Namen Ihrer Kanzlei auf Vitus Rechtsanwälte geändert?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Wir haben uns für eine Namensänderung in der Kanzlei entschieden um einfach am Markt für die Mandanten besser wahrgenommen zu werden. Wir hatten ja früher zunächst drei Namen als Kanzleinamen, dann ist der Kollege Maubach mit seiner Kanzlei hinzugekommen und mein Name sollte auch noch im Kanzleinamen erwähnt werden und auf Dauer, wenn wir uns weiter entwickeln wollen, vielleicht noch Kollegen hinzunehmen möchten, wären es zu viele Namen und das kann sich keiner merken. Das ist auch einfach nicht schön anzuhören und dann haben wir uns einen neuen Kanzleinamen überlegt.“
  • Frau Gormanns:
    „Vitus Rechtsanwälte das ist der neue Name, warum denn Vitus?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Wir haben uns für den Namen Vitus entscheiden können, weil wir in Mönchengladbach arbeiten und leben und Mönchengladbach ist die Vitus-Stadt, der heilige Vitus ist der Schutzpatron der Stadt Mönchengladbach und dem entsprechend lag es nahe sich für einen solchen Namen zu entscheiden, der letztlich unsere Tätigkeit hier in der Stadt auch ein bisschen wiederspiegelt.“
  • Frau Gormanns:
    „Wenn man auf die Homepage klickt dann ist das Design ja dort auch anders geworden, gefällt mir übrigens richtig gut.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Mit dem neuen Design, welches wir auf der neuen Homepage abgebildet haben, soll gezeigt werden, dass wir zum einen keine ganz kleine Kanzlei sind auf der anderen Seite aber auch in den starken Buchstaben eine gewisse starke Seriosität ausdrücken wollen und dem entsprechend sich der Mandant bei uns auch gut aufgehoben fühlen kann.“
  • Frau Gormanns:
    „Ansonsten ist aber alles beim alten geblieben?“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Alles andere, außer der Kanzleiname ist beim alten geblieben, das heißt die tätigen Anwälte, die Mitarbeiter, aber natürlich auch der Standort auf der Regentenstraße sind alle so geblieben. Auch unsere Telefonnummer hat sich nicht verändert. Was sich noch verändert hat, neben dem Kanzleinamen ist die Adresse unserer Homepage www.vitus.mg und „mg“ ist halt dabei wieder so ein kleines Markenzeichen von uns, dass wir halt aus Mönchengladbach und für Mönchengladbach tätig sind.“
  • Frau Gormanns:
    „Soviel also zur Namensänderung Schleicher, Maubach und Partner ist fott, jetzt heißt es Vitus Rechtsanwälte hier in Mönchengladbach und jetzt gehen wir auch ins Thema. Unser Thema heute heißt ja Rechtsirrtürmer und wir starten direkt:
    Irrtum: Eltern müssen haften, wenn ihre Kinder etwas beschädigen.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Stimmt nicht, Eltern haften nicht für ihre Kinder, sondern nur für ihr eigenes Fehlverhalten.“
  • Frau Gormanns:
    „Ja - das ist das, was aber - Herr Bungter - an jedem Bauzaun steht.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Ja, und an jedem Zaun ist es falsch. Man lernt schon ganz am Anfang des juristischen Studiums, das man nicht da haftet wo man will, sondern da, wo man muss. Man haftet letztlich für eigenes Fehlverhalten und nicht für das Fehlverhalten anderer Leute. Andere Leute sind in diesem Sinne auch Familienangehörige und damit auch die Kinder.“
  • Frau Gormanns:
    „So ein bisschen unterscheiden muss man aber schon.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Es kommt auf das Alter des Kindes an. Kinder unter 7 Jahren können nicht für ihr Verhalten verantwortlich gemacht werden. Kinder über 7 Jahre können das, weil man da schon eine gewisse Einsichtsfähigkeit und Vernunft in einem gewissen Umfange unterstellen kann, aber die Kinder haften dann halt auch, wenn sie tatsächlich etwas beschädigt haben, sehr lange dafür, nämlich wenn der Anspruch rechtlich gerichtlich festgestellt worden ist, 30 Jahre lang."
  • Frau Gormanns:
    „Das heißt, wenn das Kinder über 20 ist, irgendwann mal, dann muss noch für den verkratzen Porsche oder Audi bezahlt werden. Also das Kind muss dafür zahlen, die unter 7-jährigen, die können den  BMW oder Mercedes ruhig demolieren, da kann der Besitzer dann gar nichts machen. Eltern zahlen dann aber oft aus moralischen Gründen aber eigentlich muss man das nicht. Eltern haben natürlich eine Aufsichtspflicht für ihre Kinder.“
  • Rechtsanwalt Bungter:
    „Richtig, wenn ein minderjähriges Kind unter 7 einen Schaden verursacht und die Eltern haben nicht ordnungsgemäß auf das Kind aufgepasst, dann haften die Eltern wegen dieser Aufsichtspflichtverletzung. Das ist in einem ganz anderen Paragrafen geregelt im Bürgerlichen Gesetzbuch und eine Eigenhaftung der Eltern, nämlich dafür, dass die Aufsichtspflicht verletzt worden ist. Da ist ein eigenes Fehlverhalten der Eltern festzustellen und deshalb haben sie den Schaden, den jemand anderes erlitten hat, zu ersetzen.“
  • Frau Gormanns:
    „Und genau da liegt der Grund für den allgemein geglaubten Irrtum, dass Eltern immer für ihre Kinder haften. Noch mehr Rechtsirrtümer hören sie gleich hier bei Radio 90.1 in: Ein Fall für den Anwalt - am Montagabend. Die Sendung haben übrigens vorher aufgezeichnet."

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