Automatisch mitversicherte Personen

Interview

  • Frau Gormanns:
    „Oliver Maubach Fachanwalt für Versicherungsrecht ist hier bei mir im Studio aus der Kanzlei Schleicher Maubach & Partner hier in Mönchengladbach. Sie sind ja mein Experte und unser Thema heute ist die Hausratversicherung. Wir haben schon eine ganze Menge gehört: dass die Hausratversicherung auch Gegenstände abdecken kann, die nicht in der Wohnung sind, sich nicht im Haus, in der Wohnung befinden – ist das eigentlich immer so?“
  • Herr Maubach:
    „Grundsätzlich wird durch die Hausratversicherung der Schaden gedeckt, der in der Wohnung entstanden ist. Entscheidend ist der Ort, der im Versicherungsschein benannt ist.“
  • Frau Gormanns:
    „Also das Fahrrad, was wir eben hatten, das mitversichert ist oder vielleicht auch eine teure Uhr am Handgelenk, die man spazieren trägt, die muss explizit im Vertrag mit aufgenommen werden, bzw. das Fahrrad muss mit aufgenommen werden. Versichert ist aber nicht nur der eigene Hausrat, oder?“
  • Herr Maubach:
    „Richtig, nicht nur der Hausrat, der dem Versicherungsnehmer gehört, sondern wenn man z. Bsp. in häuslicher Gemeinschaft lebt, dann wird auch der Hausrat davon umfasst, der nicht dem Versicherungsnehmer gehört.“
  • Frau Gormanns:
    „Also sind Lebenspartner, Ehegatten und auch Kinder immer automatisch mitversichert. Zwei Hausratversicherungen z. Bsp. bei Lebensgemeinschaften sind da totaler Quatsch. Kinder ist jetzt mein Stichwort, die sind automatisch mitversichert und da gibt es etwas ganz besonderes!“
  • Herr Maubach:
    „Kinder und Ehegatten sind dann mitversichert, wenn es sich um eine häusliche Gemeinschaft handelt, allerdings ist es bei Kindern so, dass die selbst dann mitversichert sind, wenn es eine Studentenwohnung gibt und die Kinder noch beabsichtigen, zu den Eltern rückzukehren.“
  • Frau Gormanns:
    „Gerade das muss man wissen, wenn man nämlich einen Schaden in der Studentenbude der Hausratversicherung meldet, also in der Studentenwohnung des Kindes. Wenn man nun in einer Wohngemeinschaft lebt, dann ist das ein bisschen anders.“
  • Herr Maubach:
    „Richtig, bei einer Haupt- und Untervermietung, wo nicht gemeinsam gewirtschaftet wird oder auch – Studenten werden das kennen – in der WG -auch da gibt es mehrere Töpfe – aus denen gewirtschaftet wird und nicht nur ein großes Portemonnaie, aus dem alle Rechnungen bezahlt werden.“
  • Frau Gormanns:
    „Also die echte lebensgemeinschaftliche Ehe muss schon sein. Sonst muss sich jeder eine eigene Hausratversicherung zulegen.
    Was ist denn eigentlich, wenn man umzieht?“
  • Herr Maubach:
    „Beim Umzug habe ich grundsätzlich auch Versicherungsschutz, d.h. wenn da etwas kaputt geht, würde das von der Hausratversicherung gedeckt. Allerdings habe ich die Verpflichtung, der Versicherung zeitnah mitzuteilen, dass ich umgezogen bin.“
  • Frau Gormanns:
    „Am besten so schnell wie möglich aber beim Umzug ist noch eine ganze Menge mehr zu beachten!“
  • Herr Maubach:
    „Bei der Hausratversicherung, wenn ich mich z. Bsp. vergrößere, und von einer 25 m²-Wohnung in eine 110 m²-Wohnung umziehe, dann wird entsprechend der Beitrag auch höher ausfallen in der neuen Wohnung. Im Zweifel habe ich auch mehr Gegenstände darin, so dass der Versicherungswert auch höher ist und das muss ich natürlich anzeigen.“
  • Frau Gormanns:
    „Kommen wir einmal zu Gegenstände, was ist eigentlich, wenn man jede Menge Schmuck, Designer-Uhren, teure Kameras und ähnliches sammelt in der Wohnung, im Haus. Sind die denn mitversichert, wenn es einen Einbruch gibt also einen Diebstahl?“
  • Herr Maubach:
    „Wenn man wirklich so genannte Wertgegenstände zu Hause hortet, dann sollte man diesbezüglich mit der Versicherung sprechen, ansonsten gibt es normalerweise Einschränkungen, und zwar in der Art, dass Dinge, wie gerade genannt, höchstens zu 20 % versichert werden.“
  • Frau Gormanns:
    „Das bedeutet, wer anhand der m²-Anzahl der Wohnung oder des Hauses den Betrag zahlt und damit gleichzeitig im Schadensfall eine bestimmte Versicherungssumme festgelegt hat, der sollte sich ganz gut überlegen, ob er damit auch wirklich hinkommt, wenn er die teuren Sachen da hortet. Ansonsten ist die Versicherungssumme lieber zu erhöhen und man muss dann natürlich auch einen höheren Beitrag zahlen. Zum Thema „Unterversicherung“ hören wir gleich mehr von Oliver Maubach, Fachanwalt für Versicherungsrecht hier aus unserer Stadt!“

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