Handy-Verbot am Steuer (3) Kurioses

Handy-Verbot am Steuer (3) Kurioses

  • Frau Gormanns:
    “Schöne Vorwände, hübsche Ausreden wenn man mit dem Handy hinterm Steuer erwischt worden ist, die gibt es jetzt in ein Fall für den Anwalt, Andreas Hammelstein, Fachanwalt für Verkehrsrecht von den KORN VITUS Rechtsanwälten in Mönchengladbach. Sie haben ja einige schicke und vor allem echte Geschichten mitgebracht. Beliebt es da die Aussage, dass das Handy nur als Uhr benutzt wurde?”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Genau hab ich tatsächlich öfters gehabt eine Nutzung des Handys als Uhr ist ganz klar Nutzung des Handys und illegale Nutzung und führt genauso dazu, als ob Sie telefoniert hätten. “
  • Frau Gormanns:
    “Ja, bisschen umständlich ist das ja mit dem Handy als Uhr aber auch ein bisschen unverständlich.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Was vielleicht kurios sein mag, weil man kann sich rein theoretisch seine digitale Armbanduhr kann man sich nehmen und kann da während der ganzen Fahrt draufgucken, ob man das möchte ist eine andere Frage, aber es ist ein unterschied als wenn Sie auf ein Handy gucken würden.”
  • Frau Gormanns:
    “Also diese Ausrede mit der Uhr bringt gar nichts. Auch Fahrlehrer müssen übrigens selbst auf dem Beifahrersitz ohne Handy auskommen. Das ist auch kurios.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Genau, vollkommen richtig. Ein Beifahrer darf natürlich telefonieren, weil er ist nicht Führer des Kfz. Was anderes gilt aber halt eben beim Fahrlehrer. Hier sagt die Rechtsprechung der Fahrlehrer ist weil er natürlich immer wieder eingreifen kann und ggf. auch muss, er hat ja unten seine eigene Pedalerie, ist letztendlich auch Führer eines Kfz. D. h. er kann nicht einfach da sitzen und übers Handy telefonieren da fragt man sich auch welchen pädagogischen Mehrwert das hat wenn der Fahrlehrer der mit dem Handy telefoniert auf dem Beifahrersitz sitzt und dann noch gegen das Bußgeld vorgeht,  aber da hat es dann 100,00 € Bußgeld gegeben und ich denke auch zu Recht.”
  • Frau Gormanns:
    “Also liebe Fahrlehrer, auch Ihr seid betroffen. Auch auf dem Beifahrersitz.
    Andere Geschichte: Man hatte nur die Absicht zu telefonieren gab es eine Ausrede. Konnte das aber gar nicht, denn der Akku leer war. Aber schon die Absicht reicht also das geht gar nicht.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Genau, reicht alles. Schon das bloße aufnehmen, überhaupt sobald Sie das Handy in die Hand nehmen ist wirklich der Ofen aus muss man leider sagen. Da haben Sie auch keine Möglichkeiten mehr auch bei diesen Rechtfertigungsgründen immer ganz schwierig wenn die Mandanten das eben auch mitteilen, ich hab ja gar nicht telefoniert oder  ich wollte ja gar nicht telefonieren, ich wollte es wegdrücken. Wie auch immer, alles dasselbe, sie haben es genutzt. Finger weg vom Handy kann man da einfach nur sagen!”
  • Frau Gormanns:
    “Noch blöder ist es natürlich, wenn man eine WhatsApp schreibt oder sowas.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Das ist nun wirklich auch wirklich gefährlich. Da gibt es auch viele Unfälle die dadurch wirklich schon provoziert worden sind. Es gab einen ganz schlimmen Unfall im Übrigen da  ist ein Vater zu Tode gekommen, weil ein Mädchen, eine junge Fahrerin, nachweislich einer Freundin eine WhatsApp-Nachricht geschrieben hat und an einer roten Ampel den Fahrradfahrer nicht gesehen hat.”
  • Frau Gormanns:
    “Entscheidend ist so als Faustregel für verbotenes, dass man das Handy in der Hand hält und damit nur eine Hand noch am Steuer hat und genau dahin passt meine Lieblingsgeschichte aus dem Katalog der blödesten Ausreden Andreas Hammelstein.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Ja, das ist wirklich ganz nett. Und zwar war es da so, der vermeintliche Mobilfunknutzer hatte das Handy am Ohr, das war auch unstreitig, er hat auch ganz klar gesagt, das war so, das Handy war am Ohr, aber er hat nicht telefoniert, sondern er hatte wohl während des Autofahrens erhebliche Ohrenschmerzen bekommen und hatte dann die Idee mit diesem Handy mit der Wärme des Akkus sein Ohr quasi da irgendwie einen Gesundheitszustand herbeizuführen, der besser ist als die Schmerzen zu lindern. Nicht ganz nachvollziehbar, aber eine ganz nette Idee.”
  • Frau Gormanns
    “Tja, aber genutzt hat ihm seine Geschichte nichts.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Da haben die Richter aber auch gesagt, ja gut es reicht, sie haben es genutzt. Ob Sie das als Ohrwärmer benutzen oder halt als Handy im eigentlichen Sinne. Auch er musste letztendlich eine Strafe zahlen.”
  • Frau Gormanns:
    “Also mir fallen jetzt selber auch noch so ein paar Ideen oder Ausreden je nachdem wie Sie das bezeichnen wollen ein, wie man nämlich die Handynutzung begründen könnte, um vielleicht einer Strafe zu entgehen, ich bin mal gespannt, was mein Fachanwalt Andreas Hammelstein von den KORN VITUS Rechtsanwälten dazu sagt. Hören wir gleich in so ungefähr 6 – 7 Minuten…”

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