Handy-Verbot am Steuer (1)

Handy-Verbot am Steuer (1)

  • Frau Gormanns:
    “Dass das mit dem Handy beim Autofahren verboten ist, das wissen ja eigentlich alle, aber was kostet es denn, wenn die Polizei einen beim Handy-Telefonieren erwischt?”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Ich sag mal für den Ersttäter sind es immer direkt 60,00 € plus was für viele wesentlich empfindlicher natürlich sein kann, plus ein Punkt.”
  • Frau Gormanns:
    “Ein Punkt der kann ganz schön schmerzen früher da war das ja mit dem Handy und dem telefonieren hinter dem Steuer nur 40,00 € teuer, oder?”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Hat der Gesetzgeber ja auch relativ clever gemacht, weil er gesagt hat, macht euch keine Sorgen ja, ab jetzt gibt es nur noch Punkte ab 60,00 € vorher war immer die magische Grenze 40,00 €. Da hat der Gesetzgeber gesagt wir tun was Gutes für euch, unser Verkehrsminister hat aber 2/3 aller Strafen erhöht auf 60,00 €. Von dem her ist es eigentlich eine Mogelpackung.”
  • Frau Gormanns:
    “Das ist so die kleine Geschichte am Rande. Auf jeden Fall gilt auch die Höhe des Bußgeldes kann sich steigern bei wiederholtem Telefonieren mit dem Handy. Es kann sogar im blödesten Fall zum Führerscheinentzug kommen oder?”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Kann es tatsächlich, nämlich dann, wenn man vehement immer wieder gegen Verkehrsvorschriften verstößt und insbesondere vehement mehrfach das Handy nutzt. Es gab einen vergleichbaren Fall. Da ist jemand innerhalb eines Monats drei Mal erwischt worden mit dem Handy und ihm wurde sodann auch tatsächlich für einen Monat erstmal der Führerschein entzogen.”
  • Frau Gormanns:
    “Aber nicht nur das bloße Telefonieren mit dem Handy ist verboten?”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Man muss immer sich überlegen, die Nutzung eines Handys bedeutet laut unserer Rechtsprechung eben nicht nur, dass ich damit telefoniere und überhaupt keine Verbindung aufbaue sondern Nutzung ist fast alles. Da muss man groß aufpassen.”
  • Frau Gormanns:
    “Da gibt’s ja nun eine ganze Menge Beispiele an die man als Straßenverkehrsteilnehmer vielleicht erstmal gar nicht denkt, die aber auch bestraft werden.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Also insbesondere auch den Anruf wegdrücken was ja eigentlich erstmal kurios klingt. Weil man will ja offensichtlich nicht an sein Handy gehen. Es nervt einen, man hat irgendwie einen schönen Klingelton den man dann nicht mehr so schön findet und es ruft jemand an, also dieses Handy wegdrücken ist auch schon eine Nutzung. Wenn Sie erwischt werden, wie Sie gerade das Handy oder das Gespräch wegdrücken von der Polizei dann drohen genauso gut 60,00 € und genauso der Punkt.”
  • Frau Gormanns:
    “Im Gegensatz dazu ist es aber erlaubt, das klingelnde Handy an den Beifahrer z. B. weiter zu reichen.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Das ist erlaubt. Auch wieder kurios, ich darf es vorher nicht wegdrücken das Gespräch sondern ich muss quasi mir das Klingeln anhören und dann hoffen dass ich einen Beifahrer habe. Wenn ich über einen Beifahrer verfüge, super! Reiche ich das Handy an den Beifahrer weiter und das ist dann wirklich noch in Ordnung. Das wurde entschieden. Das es eben dann ausnahmsweise keine verbotene Nutzung.”
  • Frau Gormanns:
    “Nutzung ist auch, wenn man das Handy als Navi braucht und es in der Hand hält während der Autofahrt.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Ja, dasselbe auch wieder. Es ist ganz klar eine Nutzung. Man guckt aufs Handy, man ist abgelenkt, das ist ja auch der Hintergrund dieser gefahrenträchtigen Situation die man da versucht hat eben zu vermeiden vom Gesetzgeber, also sobald man da mit Navigation arbeitet bitte immer versuchen, dass man da eine feste Arretierung von dem Handy hat, das geht, aber sobald man es in die Hand nimmt, reicht eine Hand, dann war es das, dann ist es eine Nutzung.”
  • Frau Gormanns:
    “Macht man das Handy aber mit einem Saugnapf fest, am Armaturenbrett oder an der Scheibe, dann ist doch alles okay.”
  • Rechtsanwalt Hammelstein:
    “Immer dann wo man quasi eine Hand vom Lenkrad nehmen muss, da führt es dann dazu, wenn man dann das Handy in die Hand nimmt, dass es zu einer illegalen Nutzung wird und d. h. wenn Sie da eine Voreinrichtung haben oder so einen Saugnapf, wie auch immer, dann ist das unproblematisch. “
  • Frau Gormanns:
    “Das gilt übrigens natürlich nicht nur für Smartphones, sondern auch für mobile Navi-Geräte. Faustregel also zur Handynutzung: Man muss beide Hände am Lenkrad haben, außer man reicht  das Handy an den Beifahrer.
    Noch mehr Handy Verbote aber auch was erlaubt ist, hören Sie gleich hier bei uns hier bei Radio 90,1…”

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