Definition: Verkehrsstrafrecht

Definition: Verkehrsstrafrecht

  • Frau Gormanns:
    „Wie man sich im Straßenverkehr als Verkehrsteilnehmer absolut richtig verhält, das lernt man neben dem Auto, Motorrad oder auch Moped und Mofafahren in der Fahrschule. Sie hören natürlich „ein Fall für den Anwalt!“ hier bei Radio 90,1. Was einem da alles so passieren kann, obwohl man die Regeln ja eigentlich gut kennt, das besprechen wir heute mit Hermann-Martin Klein, Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Strafrecht aus der Kanzlei RA Schleicher Maubach & Partner hier in unserer Stadt. Erst einmal schönen guten Abend, Herr Klein!“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Schönen guten Abend Frau Gormanns, schönen guten Abend meine lieben Hörer!“
  • Frau Gormanns:
    „Verkehrsstrafrecht ist unser Thema, was, Herr Klein, ist denn eigentlich der Unterschied zwischen einer Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr, die ja nur mit einem Bußgeld belegt wird und einer Strafsache?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Strafsachen finden sich eben im Strafgesetzbuch wieder, sind da separat geregelt und dann handelt es sich eben nicht mehr um eine Ordnungswidrigkeit.“
  • Frau Gormanns:
    „Das ist relativ schlicht und einfach, man muss aber auch etwas bezahlen, oder?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Selbstverständlich – bei Ordnungswidrigkeiten gibt es eben Bußgelder, die bis 40,00 € noch vergleichsweise glimpflich sind, weil das noch nicht mit einem Punkt im Verkehrszentralregister verbunden ist. Was darüber geht ist dann jeweils von einem bis zu drei Punkten neuerdings im Verkehrszentralregister bedroht!“
  • Frau Gormanns:
    „Und fällt eben dann unter das Verkehrsstrafrecht, das ist dann einem Verkehrsteilnehmer oft dann gar nicht so bewußt, dass es nämlich ein gravierender Unterschied ist, ob eine einfache simple Knolle oder ob ein Strafdelikt begangen wird.“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Genau das ist meine Absicht, die Zuhörer noch einmal sensibilisieren, wo wird es wirklich kriminell!“
  • Frau Gormanns:
    „Was sind denn das, beispielhaft gesprochen, für Vergehen, Herr Klein?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Das häufigste, womit auch der durchschnittliche Verkehrsteilnehmer durchaus in Berührung kommen kann, ist z. Bsp. die Verkehrsunfallflucht. Man rempelt einen anderen beim Ein- oder Ausparken leicht an und setzt seine Fahrt fort, weil man meint, es wäre ja nichts passiert.“
  • Frau Gormanns:
    „Das ist aber quatsch mit dem Nix-passiert!“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „ Da täuscht man sich im Allgemeinen gewaltig, denn im Nachhinein stellt sich doch meistens heraus, dass der Fahrer es hätte bemerken müssen. Einfach aufgrund eines Anprallgeräusches oder weil man sieht, dass das andere Fahrzeug leicht gewackelt hat oder weil man eine Veränderung am Fahrverhalten des eigenen Fahrzeuges bemerkt hat.“
  • Frau Gormanns:
    „Tja, und wenn man jetzt wirklich gar nichts bemerkt hat, dann ist man doch erstmal einfach fein raus!“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Man kann allerdings immer noch belangt werden, wenn einem die Behörde nicht glaubt und das Gericht nicht glaubt, dann wird ein Sachverständiger beauftragt, der die beiden Fahrzeuge untersucht und wenn dieser zu dem Ergebnis kommt, der Verkehrsteilnehmer hätte diesen Anstoß bemerken müssen, dann ist man dran und dann hat man eine strafbare Handlung begangen. Verkehrsunfallflucht, das ist kein Kavaliersdelikt.“
  • Frau Gormanns:
    „Der Klassiker in Sachen Unfallflucht überhaupt ist ja, wenn man einfach ein Zettelchen unter den Scheibenwischer eines gerammten Fahrzeugs klemmt, darauf steht dann Name, Telefonnummer, Versicherungsnummer, so dass sich der Geschädigte mit dem Unfallverursacher in Verbindung setzen kann – sehr beliebt z. Bsp. auf dem Supermarktparkplatz!“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Das Zettelchen an der Windschutzscheibe ist die unzuverlässigste Lösung. Wenn nach einer erheblichen Wartezeit überhaupt niemand erscheint, fährt man am aller Besten zur nächsten Polizeidienststelle, zeigt dort an, dass man auf diesem Parkplatz ein anderes Fahrzeug touchiert hat und dann ist man wirklich auf der sicheren Seite.“
  • Frau Gormanns:
    „Tja, und wirklich nur dann. Und man muss von Rechtswegen so lange warten, bis der andere Fahrzeugbesitzer erscheint und sich dem dann erklären. Die Wartezeit muss angemessen sein, haben Sie eben gesagt, Herr Klein, was ist denn angemessen?“
  • Rechtsanwalt Klein:
    „Es sollte schon mehr als eine halbe Stunde sein, eine halbe Stunde wird einem schon durchaus zugemutet, dass man auf den anderen wartet.“
  • Frau Gormanns:
    „Es wird einem dann nicht so einfach geglaubt, so ist das eben. Wir gehen gleich einmal nach dem besten Mix ein paar Klassiker noch durch, von denen man auch oft annimmt als Verkehrsteilnehmer, man hätte das Richtige getan. Jetzt erst einmal der beste Mix!“

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