Oft unterschätzt: Unfallflucht

Oft unterschätzt: Unfallflucht

Beim Ausparken gegen ein anderes Fahrzeug gestoßen.
"Wird schon nicht so schlimm sein."
Und außerdem muss man ja schnell zum nächsten Termin…

Das Strafgesetzbuch spricht von "unerlaubtem Entfernen vom Unfallort", im allgemeinen Sprachgebrauch: Fahrerflucht oder Unfallflucht.

Die Folgen können ganz erheblich sein. Auf die Anzeige des Geschädigten hin, leitet die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren ein. Am Ende kann die Verurteilung durch ein Gericht zu einer Geldstrafe oder zu einer Freiheitsstrafe stehen. Hinzu kommen die Entziehung der Fahrerlaubnis oder ein Fahrverbot von ein bis drei Monaten und natürlich Punkte im Verkehrszentralregister in Flensburg. Außerdem kann die eigene Versicherung Regress nehmen beim Unfallverursacher. Das heißt, die Haftpflicht-Versicherung will die Kosten, die an den Unfallgegner gezahlt wurden, vollständig oder teilweise vom Unfallverursacher zurück.  Und auch die eigene Rechtsschutzversicherung zahlt nicht bei einer Verurteilung wegen Unfallflucht.

Nach einem Unfall ist jeder Beteiligte verpflichtet, die erforderlichen Feststellungen treffen zu lassen. Das bedeutet: anhalten und die Personalien mit anderen Unfallbeteiligten auszutauschen oder die Polizei hinzurufen. Ein Zettel mit den eigenen Personalien am anderen Fahrzeug zu hinterlassen, reicht nicht aus.

 

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