KFZ-Versicherungen

Wissenswertes rund um das Versicherungsrecht

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KFZ-Versicherungen

Versicherungsrecht: Wissenswerte Fakten zu den KFZ-Versicherungen

Bei den KFZ-Versicherungen werden in Deutschland zwei verschiedene Formen unterschieden. Dabei handelt es sich um die KFZ-Haftpflichtversicherung und die Kaskoversicherung. Die KFZ-Haftpflichtversicherung gehört nach den Bestimmungen aus dem Straßenverkehrsgesetz in Verbindung mit dem Pflichtversicherungsgesetz zu den Versicherungen, für welche ein gesetzlicher Zwang zum Abschluss besteht. Bei der Kaskoversicherung kann der Fahrzeughalter selbst entscheiden, ob er eine solche Police abschließen möchte oder nicht. Dabei hat er stets die Wahl zwischen der Vollkaskoversicherung und der Teilkaskoversicherung.

Welche Schäden deckt die KFZ-Haftpflichtversicherung ab?

Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist für die Regulierung der Schäden verantwortlich, welche im Zusammenhang mit dem Führen des versicherten Fahrzeugs bei Dritten angerichtet werden. Dass dann Schadenersatz geleistet werden muss, ergibt sich aus dem Paragrafen 7 des Straßenverkehrsgesetzes und aus dem Paragrafen 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Möglich sind sowohl Sachschäden als auch Personenschäden und Vermögensschäden. Bei der KFZ-Haftpflichtversicherung gibt es die Besonderheit, dass ein passiver Rechtsschutz enthalten ist. Das heißt, die KFZ-Haftpflichtversicherung weist von sich aus unbegründete Forderungen auch im Namen des Versicherungsnehmers ab, ohne dass dieser einen Rechtsanwalt für Versicherungsrecht oder Verkehrsrecht einschalten muss.

Wer ohne KFZ-Haftpflichtversicherung mit einem Fahrzeug unterwegs ist, für welches ein gesetzlicher Zwang zum Abschluss einer solchen Police besteht, muss nach dem Paragrafen 6 des Pflichtversicherungsgesetzes sogar mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr rechnen. Das heißt, das Fahren ohne KFZ-Haftpflichtversicherung stellt keine Ordnungswidrigkeit dar, sondern wird in Deutschland als Straftat geahndet. Wissenswert ist, dass an dieser Stelle sowohl der Fahrer als auch der Halter des Fahrzeugs zur Kasse gebeten werden können.

Was fällt unter die Leistungspflicht der Teilkaskoversicherung?

Die Teilkaskoversicherung ist die Basisabsicherung für Schäden am eigenen Fahrzeug. Sie zahlt dann, wenn das Fahrzeug gestohlen oder durch einen Brand zerstört wird. Auch für Glasschäden durch Hagel sowie Fahrzeugschäden durch Elementarereignisse kommt die Teilkaskoversicherung auf. Der Regulierungsumfang bei Zusammenstößen mit Tieren ist den Bestimmungen im individuellen Vertrag zu entnehmen. Die meisten Anbieter verwenden hier die Bezeichnung „Haarwild nach dem Jagdgesetz“. Das heißt, dass die Schäden nicht versichert sind, die beispielsweise bei Kollisionen mit Schwänen sowie streunenden Hunden und Katzen verursacht werden. Besonderheiten sind hier auch bei Schäden durch Nutztiere zu beachten. Die Beiträge errechnen sich nach Typklassen in Verbindung mit der jährlichen Laufleistung und der regelmäßigen Unterbringung der Fahrzeuge.

Worin besteht der Unterschied zur Vollkaskoversicherung?

Bei den Beiträgen zur Vollkaskoversicherung wird ergänzend (ähnlich wie bei der KFZ-Haftpflichtversicherung) ein Schadensfreiheitsrabatt berücksichtigt. Bei allen drei Arten der KFZ-Versicherungen können die Beiträge durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung im Schadensfall reduziert werden. Die Vollkasko bietet im Vergleich zur Teilkasko einen erweiterten Versicherungsschutz, denn hier werden auch Schäden übernommen, welche durch Vandalismus verursacht werden. Außerdem bietet die Vollkaskoversicherung den Vorteil, dass eine Kostenübernahme sogar dann erfolgt, wenn die Ursache für Schäden am eigenen Fahrzeug selbst verschuldete Unfälle sind. Das ist einer der Gründe, warum die Banken bei einer Fahrzeugfinanzierung in der Regel immer den Abschluss einer Vollkaskoversicherung fordern.

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