Darf´s ein bisschen mehr sein?

23. Juni 2015

Ob beim niedergelassen Arzt oder im Krankenhaus, im Milliardenbusiness des Gesundheitssektors wird der Arzt leicht zum Verkäufer.

Für den arglosen Patienten kann das teuer werden – und auch gefährlich.

Bei den sogenannten IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen) zahlt der Patient selbst. Doch nicht alle dieser Leistungen sind nötig- oder gut für die Gesundheit.

Wie Sie sich als Patient schützen können:

–       Falls Sie nicht als unansprechbarer Notfall eingeliefert werden, dürfen keine Behandlungen durchgeführt werden, zu denen Sie nicht ihr Einverständnis gegeben haben.

–       Sie entscheiden und sollten die Entscheidung sehr ernst nehmen.

–       Lassen Sie sich genau erklären, was man mit Ihnen machen möchte und vor allem warum.

–       Fragen Sie nach dem Nutzen und den Risiken der Behandlung und was passieren würde, wenn die Behandlung nicht durchführt würde und fragen Sie immer nach Behandlungsalternativen.

–       Nehmen Sie sich Zeit, die Risiken der unterschiedlichen Methoden abzuwägen.

–       Vor größeren Eingriffen und belastenden Behandlungen sollten Sie zudem erwägen, eine Zweitmeinung einzuholen.

Mit Inkrafttreten des neuen „Versorgungsstärkungsgesetzes“ – voraussichtlich im Herbst diesen Jahres – haben gesetzlich Versicherte vor bestimmten Eingriffen einen Rechtsanspruch auf eine solche Zweitmeinung. Bereits jetzt vermitteln viele Krankenkassen auf Nachfrage Fachleute für eine zusätzliche Therapiebewertung. Fragen Sie einfach bei Ihrer Krankenkasse nach.

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